ART ALARM 2018 – Gallery Art Walk in Stuttgart

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Programm des 19. Stuttgarter Galerienrundgangs ART ALARM 2018

Samstag, 22. September 2018, 11 – 21 Uhr
Sonntag, 23. September 2018, 11 – 18 Uhr

www.art-alarm.de

Teilnehmende Galerien:

Galerie ABTART
www.abtart.com

Esther Haase, “The fearless Lola walking the Lion King”, Miami, November 1999

Esther Haase “Esther’s World” Esther Haase wechselt spielerisch zwischen den Genres: Mode, Porträt und Reportage. Diese prägt sie mit ihrer fotografischen Leichtigkeit, ihrem Gespür für Bewegung und Leidenschaft. Für internationale Auftraggeber und renommierte Magazine fotografiert sie ebenso frei wie in ihren künstlerischen Projekten. Die Ausstellung Esther’s World in der Galerie ABTART zeigt über 100 Motive, Lieblingsbilder der Fotografin, die die ganze Bandbreite ihres fotografischen Ideenreichtums sichtbar machen.

„Mein Leben ist ein Tanz mit der Kamera durch die Welt“, sagt Esther Haase (*1966).

Ihre Models sind fröhlich und ausgelassen, stylish und sexy vor allem aber auch selbstbewusst und stark. Mit sicherem Blick für den entscheidenden Moment kreiert sie Traumsequenzen, filmische In- szenierungen in aufwändigen Kulissen und witzige, scheinbar zufällige Schnappschüsse. In kontras- treichem Schwarz-Weiß wie auch in lyrisch-zarten oder knallbunten Farben feiert sie die Freude am Sein, das Spiel mit der Erotik, vor allem aber das Leben. Viele der Aufnahmen sind auch im 2017 bei Hatje-Cantz erschienenen Bildband Esther‘s World zu bewundern.

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Freitag, 07. September 2018, 19:30 Uhr Ausstellungsdauer: 07.09.-26.10.2018

STUDIO 57A: Ausstellung Bernd Mattiebe “Zeit lassen Farbe malen” Eröffnung: Freitag, 21.09.2018, 19:30 Uhr Ausstellungsdauer: 21.09.– 02.11.2018

Galerie Klaus Braun
www.galerie-klaus-braun.de

Giuseppe Scaiola “Forma Primaria” Naturerleben verwandelt sich in Malerei: Die weitgehend abstrakten Arbeiten Giuseppe Scaiolas thematisieren vor allem die Natur, weni- ger in ihrer konkreten Erscheinung als in ihrem Wesen und in ihrer Farbigkeit. Braun-, Blau- und Grüntöne sind Scaiolas bevorzugte Farben, die er mal in wild bewegtem all-over aufbringt, mal als im Raum wirbelnde organische Körper Gestalt annehmen lässt. Es sind Zeichen für organische Materie, sinnliche, erdverbundene und direkte Umsetzungen einer tiefen Emotionalität und doch Formen von höchster Abstraktion. Dabei sind die Ergebnisse umso überzeugender, je beiläufiger sich das seinem Werk zugrunde liegende Naturverständnis mitteilt. Die unablässig waltenden Kräfte, die Gesetze des Werdens und Vergehens und die nie zu einem Ende kommende Zeit, all das mag man in diesen Bildern sehen. Scaiolas Malerei ist unbeeinflusst von Trends und zeitgemäßen Strömungen geblieben. Sie sucht unbeirrbar ihren Weg – eine beeindruckend notwendige Position der heutigen Kunst.

Die Galerie Klaus Braun zeigt neue Bilder von 2018 und Bilder aus früheren Aussstellungen seit 1988. Der Künstler ist zur Vernissage anwesend.

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Freitag, 21. September 2018, 19:30 Uhr Ausstellungsdauer: 22.09.-31.10.2018

Galerie von Braunbehrens
www.galerie-braunbehrens.de

Antonio Marra Das Beste von beiden Seiten Bei Antonio Marra gehen Farben und Bildkörper eine besondere Verbindung ein. Er hat eine ganz eigene Technik entwickelt, bei der er zunächst ein Linienrelief auf die Bildoberfläche aufträgt, auf das er anschließend malt. Je nach Blickwinkel ruft er unterschiedliche, sich bei jedem Schritt verän- dernde Bilder hervor. Ein einziges Bild bekommt zahlreiche Gesichter. Mit Mitteln der Opart treibt er das Wechselspiel der Wahrnehmungen auf die Spitze.

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Mittwoch, 13. Juni 2018, 15:30 Uhr Ausstellungsdauer: 13.06.-19.10.2018

Dengler und Dengler Galerie für Schöne Künste
www.denglerunddengler.de

Magda Korsinsky in Kollaboration mit Stefan Schmied Stricken Die Basis des Projektes STRICKEN sind Interviews mit afrodeutschen Frauen deren weiße Großmüt- ter in der Zeit des Nationalsozialismus gelebt haben. Wie gehen die verschiedenen Generationen dieser speziellen familiären Verbindungen miteinander um? Was für Werte werden weitergeben? Welche werden übernommen, welche kritisiert, oder abgelehnt? Die kritische Auseinandersetzung mit dem Erbe, bildet den Kern dieser mehrteiligen interdisziplinären Arbeit. Dabei liegt der Fokus auf dem weiblich konnotierten Alltag: Über welche Gesten und alltägliche Aktionen werden Ideale vermittelt, Wissen weiter gegeben und Haltungen gelehrt? Den visuellen Rahmen des Projektes bildet eine raumgreifende textile Installation. Stoffe aus dem Alltag der Großmütter, vererbte und verlebte Reste deutscher Familiengeschichten, sind zu großen Stoffbahnen vernäht. Die Fotostrecke untersucht vererbte Fragmente in den jeweiligen Familien. Einfache Gegenstände des Alltags, Dokumente oder Textilien bekommen unerwartete Bedeutungen. Die filmischen Interviews mit Afrodeutschen, befragt zur nationalsozialistischen Vergangenheit ihrer Großeltern, offenbaren familiäre Intimitäten und Konflikte. Der Filmschnitt führt die unterschiedlichen Perspek- tiven der Frauen zusammen und so entsteht ein Dialog, der über die individuellen biografischen Erzählungen hinausgeht. Das Projekt sucht nicht nach den Tätergeschichten, sondern fragt, wieviel der NS-Geschichte in der persönlichen Erinnerungskultur weitergegeben wird.

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Mittwoch, 19. September 2018, 19 Uhr Ausstellungsdauer: 20.09.-16.11.2018

Thomas Fuchs
www.galeriefuchs.de

Tirtzah Bassel When You Are Everywhere Es sind die öffentlichen Orte und die sich darin abspielenden Szenen, die Tirtzah Bassel (*1979, Israel) interessieren. In ihren Gemälden fängt die in New York lebende Künstlerin uns nur allzu vertraute Situationen ein: Touristen begierig auf der Suche nach dem besten Handyschnappschuss oder das vom Einkaufen müde Pärchen, das sich auf einem Ikea-Ausstellungssofa ausruht. Dabei zeigt sich deren Universalität. Die Szenen in diesen Nicht-Orten könnten sich überall auf der Welt abspielen. Aber nicht nur die sich global immer mehr ähnelnden öffentlichen und kommerziellen Räume, sondern auch deren Umgang mit dem Individuum selbst sind für Tirtzah Bassel bedeutend. Beispielsweise das Sicherheitssystem an einem Flughafen, das die Offenlegung unserer sensibel- sten Daten fordert. Wie ein beobachtender Wartender nehmen wir die Szenen der Bilder wahr. Und so ist auch der Arbeitsprozess der Künstlerin. Die direkt vor Ort entstandenen Skizzen dienen Tirtzah Bassel als Vor- lage für die meist großformatigen Gemälde. Auf überzeugende Weise spiegeln uns die Gemälde die Gegenwart des 21. Jahrhunderts. Tirtzah Bassel ist ein Neuzugang der Galerie Thomas Fuchs. Zum ersten Mal werden ihre Arbeiten in den Ausstellungsräumen gezeigt. Tirtzah Bassel wurde bereits international in den Vereinigten Staaten, Israel oder Deutschland ausgestellt, zuletzt in einer Gruppenausstellung im Kunstverein Worms.

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Freitag, 21. September 2018, 18 Uhr Ausstellungsdauer: 21.09.-03.11.2018

Galerie Reinhard Hauff
www.reinhardhauff.de

Thomas Locher, Josephine Meckseper, Stephen Willats “CODE BREAKERS. Locher, Meckseper, Willats” Gruppenausstellung Wo gehöre ich hin? Das Gefühl zu einer Gruppe oder einem Ort zu gehören ist wesentlich für das Überleben und Wohlbefinden eines Menschen. Durch Codes signalisieren wir als Individuen unsere Zugehörigkeit, Identifikation und Position innerhalb der Hierarchie in unserer Gruppe. Durch Codes kommunizieren wir die notwendigen Gesetze und Werte, die unsere Interaktion und Zusammenar- beit zum Wohle unserer Gruppe bestimmen. Die faszinierenden Rollen und versteckten Symbole, die solche Codes in Politik, Wirtschaft, zwischenmenschlichen Beziehungen, Kommunikationsproz- essen und Netzwerkbildungen spielen, werden in “CODE BREAKERS” aufgezeigt, einer Ausstel- lung, die drei unterschiedliche künstlerische Ansätze präsentiert. „Code breakers“ sind Künstler, die Logik und Intuition nutzen, um die Art und Weise zu verstehen und darzustellen, wie Indivi- duen und Gruppen Informationen miteinander austauschen. Stephen Willats sieht Menschen als Raum-Zeit-Reisende im Transit zwischen Menschen, die jeden Tag durch offene Systeme des Lebens in unterschiedlichen Formen reisen. Thomas Locher untersucht, wie wir unser Festhalten an eine nationale, soziale, politische, sozioökonomische, intellektuelle und ideologische Gruppe kodieren und welche Rechte und Pflichten wir damit akzeptieren. Josephine Meckseper studiert die Desig- natoren der Gegenkultur- und Protestbewegungen sowie die Ikonen und Monumente der Mächte: Gebäude, Statuen, Nationalflaggen.

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Freitag, 14. September 2018, 19 Uhr Ausstellungsdauer: 14.09.-02.11.2018

Andreas Henn Kunsthandel Galerie
www.henn-kunst.de

Gundel Kilian Chaconne – Tamas Detrich 1994

Gundel Kilian Fotografie

Seit über 60 Jahren begleitet die Fotografin Gundel Kilian das Stuttgarter Ballett, die Staatsoper und das Schauspielhaus. Mit großem Einfühlungsvermögen, technischer Virtuosität und einem intuitiven Gefühl für den Moment ist ein einzigartiges Werk entstanden, dem diese Ausstellung, anlässlich des 90. Geburtstages der Künstlerin, gewidmet ist.

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Donnerstag, 13. September 2018, 19:30 Uhr Ausstellungsdauer: 13.09.-20.10.2018

Kunsthaus & Galerie Keim
www.galerie-keim.de

Zeichnung spricht zur Skulptur Elke Lehmann – Silvia Siemes Silvia Siemes Magie des Sehens entsteht durch die Orientierung an der klassischen menschlichen Figur. Ob halb-oder ganzteilig, ob verkleinert oder lebensgoss immer haben Ihre Terrakottafig- uren eine Aura der Gelassenheit. Daher auch seit je her der Untertitel Bleiben – Warten. Mit der zurückhaltenden Engoben-Glasur unterstreicht die Bildhauerin das hinterfragende Menschenbild. In unzähligen Bewegungsstudien erfasst Silvia Siemes die Figur ganzheitlich. Jede dieser Terrakot- tafiguren hinterlässt die philosophische Fragen: Wer bin ich? Keine ist gleich, jede ein Individuum und das ist auch ihr derzeitige Erfolg auf dem Kunstmarkt

Bei dem Projekt mit dem Arbeitstitel „Einundzwanzig Begegnungen“ von Elke Lehmann handelt es sich um eine Künstlermappe, die zum einen 41 DIN A3-Farbdrucke und zum anderen einen Text von Andrea Lesjak beinhaltet. Die Blätter sind beidseitig bedruckt und können auf diese Weise ähnlich einem Buch durchgeblättert werden. Die Zeichnungen sind alle im Hinblick darauf entstanden, in einer Mappe zusammengeführt und paarweise einander gegenübergestellt zu werden. Die Orig- inalgröße der einzelnen Blätter beträgt DIN A2, als Materialien wurden Bleistift, Buntstift, Ölpas- tellkreide und Ölfarbe verwendet. Das zum Verdünnen der Ölfarbe verwendete Leinöl sorgt dafür, dass Teile der Zeichnung auf der Rückseite des Blattes zu sehen sind, quasi durchscheinen.

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Sonntag, 16. September 2018, 14 Uhr Ausstellungsdauer: 17.09.–03.11.2018

Zur Ausstellung erscheint eine Künstlermappe mit 41 DIN A3 – Farbdrucken von Elke Lehmann mit dem Arbeitstitel “Einundzwanzig Begegnungen” mit einem Text von Andrea Lesjak.

Galerie Kernweine g –– k Foto und Raum
www.galerie-kernweine.com

Slava Mogutin Lost Boys Die Galerie Kernweine „Foto und Raum“ zeigt in der Ausstellung Lost Boys Arbeiten des rus- sisch-amerikanischen Multimedia Künstler Slava Mogutin. Lost Boys zeigt das Portrait einer “stark-ze- rbrechlichen” Jugend, die Mogutin über mehrere Jahre in Russland aufgenommen hat.

Geboren in der Industriestadt Kemerowo im Herzen Sibiriens, wurde Mogutin auf Grund seiner ausgesprochenen queeren Schriften und seines Aktivismus aus Russland verbannt. Er war der erste Russe, der auf Grund von homophober Verfolgung in den USA politisches Asyl erhielt. Jahre nach seinem Exil wurde Mogutin mit dem Andrej-Bely-Preis ausgezeichnet, er kehrte zurück, um den Pre- is entgegen zu nehmen und dokumentierte Russlands Transformation in einer Reihe von Porträts. In Lost Boys fängt Mogutin jugendliche Subkulturen ein, er untersucht Russlands postkommunis- tische Vergangenheit und seine neokapitalistische Zukunft, ohne sie zu verschönern oder zu veru- rteilen. In dem Land, in dem Uniformen traditionell Macht, Unterdrückung und Konformität symbol- isieren, feiert Mogutin Vielfalt und Nonkonformismus in der Hoffnung auf eine bessere, gerechtere und offene Gesellschaft.

Lost Boys wurde ursprünglich in Mogutins erster New Yorker Solo-Show vorgestellt und später seine erste Künstler-Monographie und Wanderausstellung. Für die Ausstellung in der Galerie Kernweine wird eine limitierte Edition an Prints kreiert, welche im gk-Laden erhältlich sind.

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Samstag, 9. Juni 2018, 20 Uhr Ausstellungsdauer: 09.06.-23.09.2018

Performance & Happening: 22. September 20 Uhr

Brigitte March International Contemporary Art
www.brigittemarch.com

Timm Ulrichs, EINEGOGENIE, s-w-Fotoprint auf Leinwand, Holz-Einlegerahmen, 100,2 x 100,2 cm x 4 cm, Ed. 12

TIMM ULRICHS EARLY WORKS Timm Ulrichs ist 1940 in Berlin geboren, lebt und arbeitet in Hannover und Berlin. Timm Ulrichs, Pionier der concept art, arbeitet in den unterschiedlichsten Medien: Sprache, konk- reter Poesie, Skulptur, Installation, Photographie, Video und extremen Performances. Kunst im öffen- tlichen Raum nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. Er bezeichnet sich selbst als Totalkünstler. 1959 gründet Timm Ulrichs in Hannover eine WERBEZENTRALE FÜR TOTALKUNST, BANALISMUS UND EXTEMPORISMUS. 1961 erklärt er sich selbst zum ERSTEN LEBENDEN KUNSTWERK und organisiert 1966 eine öffen- tliche Selbstausstellung in Frankfurt am Main. Unsere Ausstellung TIMM ULRICHS – EARLY WORKS vom 7. September bis 5. Oktober zeigt frühe Arbeiten von Timm Ulrichs. Seine Arbeiten sind in den nachfolgenden Sammlungen vertreten: Kunstmuseum Stuttgart, Staatsgalerie Stuttgart, DZ-Bank Frankfurt am Main, ZKM Karlsruhe, Städ- tische Galerie Karlsruhe, Sprengel Museum Hannover, Museum am Ostwall Dortmund, Wilhelm Lehmbruck Museum Duisburg, Sammlung der Landeshauptstadt München, Rittermuseum Walden- buch, Ludwigforum Aachen, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Landesmuseum Münster, Kun- sthalle Göppingen und andere. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Freitag, 7. September 2018, 19 Uhr Ausstellungsdauer: 11.09.-05.10.2018

Galerie Merkle Galerienhaus Stuttgart
www.galerie-merkle.de

Reiner Schlecker, Trimm-Dich-Übung eines verwilderten Stallhasen, 2017, Bronze, ca. 80 x 15 x 10 cm

Draußen, im Innern der Welt Reiner Schlecker Reiner Schleckers zoologisch-anthropologische Beobachtungen die sich Draußen, im Innern der Welt ereignen, kommen in seinen Objekten und seinen Zeichnungen zum Ausdruck. Banale und gar nicht so banale Tagtäglichkeiten, die er mit viel Humor in seinen Genre Bronzen umsetzt. Lebt nicht jeder einzelne in seinem eigenen Kosmos? Also Draußen, im Innern der Welt? Demente und einsame Hasen stehen wuselnden Ameisen im Haufen, an der Wand, auf dem Boden im Innern der Welt gegenüber. Heilige und Huren: Priesterweihe und Fetischhase könnten nicht gegensätzlicher sein und doch teilen sie sich einen Kosmos. Ob das alles gut geht? Der Mümmelmann im Weltraum wird uns berichten, denn nur er hat den Blick von Draußen.

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Freitag, 14. September 2018, 19 Uhr Ausstellungsdauer: 15.09.-03.11.2018

Performance “Die Unruhe unter den Mardern hält an” Mit Reiner Schlecker & Ingo Illerdelta Samstag, 22.09.2018 um 17 Uhr & 18 Uhr

Schacher – Raum für Kunst Galerienhaus Stuttgart
www.galerie-schacher.de

Ivan Zozulya Barbara Padron Hermandez Man muss auch mal was zu Ende

“Man muss auch mal was zu Ende” heißt die Dialog-Schau von Ivan Zozulya und Barbara Padron Hermandez, mit der die Galerie “Schacher – Raum für Kunst” in die Saison startet. Eine schöne Anspielung auf die oft schwierige Frage, wann ein Gemälde wirklich fertig ist, und ein ironischer Widerspruch zum Beginn der Zusammenarbeit von Marko Schacher mit beiden Künstlern. Beide, Ivan Zozulya (1990 geboren in Poltava/Ukraine) und Barbara Padron Hermandez (1981 geboren in Pinar del Rio/Kuba), sind schon als Jugendliche nach Stuttgart gekommen, beide sind leidenschaftliche Musiker, und beide stülpen in ihren Gemälden ihr Innerstes nach außen.

Ivan Zozulya transformiert alltägliche Beobachtungen und Erinnerungen in eine narrative, aber auch scheinbar undefinierte künstlerische Formensprache. Ausgangspunkt ist die Infragestellung seiner eigenen Wirklichkeitsempfindung. Das Ergebnis sind surreale, figürliche Arrangements, die u.a. das Masken- und Floskelhafte der menschlichen Mimik und Gestik thematisieren. Barbara Padron Hermandez rückt ihr unmittelbares Umfeld (Mitbewohner, Ex-Freundinnen usw.) auf ihre Bilder-Bühne. Wir werden in traumartige Szenerien, in die Niemandsländer von Lust und Gewalt entführt. Überall Liebeskämpfe! So widersprüchlich wie der Name von Hermandez’ aktueller Band: Swim Bird Fly.

Zum “Art Alarm” serviert Ivan Zozulya am Sa 22.9., 19 Uhr eine vegetarische Borschtsch-Suppe. Evtl. mit Musik und Open End?!

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Freitag, 14. September 2018, 19 Uhr Ausstellungsdauer: 15.09.-03.11.2018

Galerie Schlichtenmaier
www.schlichtenmaier.de

Zeitrhythmen Skulpturen und Zeichnungen von Robert Schad

Robert Schad (* 1953 in Ravensburg, lebt in Larians/Frankreich und Chamosinhos/Portugal) ge- hört zu den international renommiertesten Stahlbildhauern der Gegenwart. Mit seinen Skulpturen aus massivem Vierkantstahl durchmisst er den privaten und öffentlichen Raum. Ausgehend vom menschlichen Maß, das wir sinnlich gerade noch erfassen bzw. be-greifen können, sucht er die vollendete Form: in der Balance zwischen majestätischer Schwere und schwebender Leichtigkeit. Die Rhythmik des aus zersägtem Baustahl zusammengeschweißten Materials macht aus den Räu- men gestaltete Orte von bezaubernder Schönheit und vermittelt bei aller virtuellen, zeitrelevanten Bewegtheit den Eindruck einer statuarischen, nahezu kontemplativen Zeitlosigkeit. Völlig unabhän- gig von den Skulpturen schafft Schad Zeichnungen und Lackarbeiten auf Stahlblech, die das Werk sinnfällig ergänzen. Wesentlich für Schads Oeuvre ist die Bewegung aus der Hand, das heißt, der Künstler erkundet den Raum auch körperlich: Im Kleinen oder Monumentalen, als Raumzeichnung aus Stahl oder als Zeichnung auf Papier und Blech, immer lässt sich die Linie aus einer gedachten Handschrift heraus nachvollziehen. Zugleich schlägt Robert Schad auch eine Brücke vom individuel- len Raumduktus zum konstruierten, gebauten Raum, der sich mit der umgebenden Architektur au- seinandersetzt. So entstehen auch mehrteilige plastische Installationen. Architektur wie Raumzeich- nung versteht Schad hier – nach Naum Gabo – als »Gebäude unseres täglichen Daseins«.

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Donnerstag, 20. September 2018, 19:30 Uhr Ausstellungsdauer: 20.09.-24.11.2018

Strzelski – Galerie für aktuelle Kunst
www.strzelski.de

Jessica Buhlmann Contingent Views

Die Berlinerin Jessica Buhlmann (*1977, Potsdam) erhält 2007 ihren Studienabschluss als Meister- schülerin der Udk Berlin. Nach internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen, wird sie 2014 mit dem artKARLSRUHE-Preis ausgezeichnet und 2016 von dem Kunstmagazin art porträtiert.

Jessica Buhlmann malt mit Öl auf und hinter Glas und schafft mithilfe geometrischer, architektonis- cher Formen und einem organischen Gestaltungsprozess abstrakte Bildräume.

Sie beschäftigt sich seit Beginn ihrer Arbeit mit mathematisch-technischen Gestaltungsprinzipien, besonders architektonisch gedacht, woraus sich ein starkes Bedürfnis nach Abstraktion entwickelte. Das Charakteristikum der daraus entstandenen Bilder ist die künstlerische Verarbeitung von Geom- etrien und dem organischen Merkmal der Natur, woraus sich abstrakte, komplexe und rhythmische Bildräume bilden.

Verschiedene Bildebenen, Farb- oder Formschichten, liegen übereinander oder fließen ineinander, mal dicht, mal offen, mal wild. Während die collageartigen Formen den Bezug zum Architektonis- chen ziehen, unterstützt das Material, Glas und Öl, den organischen Prozess. Die Farbigkeit bewegt sich zwischen farbigen Abstufungen und Kontrasten durch dunklere Farbtöne, die Form zwischen kantig und rund. Im sowohl harmonischen als auch kontrastreichen Zusammenspiel bildet sie einen neuen, komplexen Bildraum: Scharfkantige Geometrien wirken hier als Fremdkörper, dort lösen sie sich in ruhige Schwünge auf, gleichzeitig sucht sich die Energie ihren eigenen Weg hindurch.

Jessica Buhlmann bezieht sich auf Vorbilder wie Mondrian, Matisse oder den Konstruktivismus und denkt sie in ihrem charakteristischen Malprozess weiter.

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Freitag, 14. September 2018, 19 Uhr Ausstellungsdauer: 15.09.-21.10.2018

Galerie Michael Sturm
www.galerie-sturm.de

JAK NARRATAGE

Der Titel NARRATAGE der ersten Ausstellung von JAK in der Galerie Michael Sturm ist dem Fachlex- ikon des Filmgeschäfts entnommen und kombiniert die beiden Wörter NARRATION und MON- TAGE. Er deutet bereits an worum es geht – Geschichten, Szenenbilder, in Installationen gebündelte Screenshots, die dazu einladen, in die Bild gewordene Gedankenwelt von JAK einzutauchen.

JAK ist durch seine Kunstwerke schon in vielfältiger Weise in Erscheinung getreten. Seit 2013 liegt der Schwerpunkt auf der Arbeit an dem umfangreichen Filmprojekt SOUL BLIND- NESS. Mit jeder Ausstellung und über die unterschiedlichsten medialen Zugriffe, etwa Zeichnung, Li- cht, Skulptur, Malerei, Fotografie, Installation, schreibt JAK die Geschichte des Drehbuchs Stück für Stück weiter. In seinen Ausstellungen konkretisieren sich Handlungen aus dem Drehbuch zu Kunstwerken. JAK zeigt weder einen Körper noch einen kohärenten Charakter. JAK zwingt den Blick des Betrach- ters einzig auf die künstlerische Arbeit – irgendwo zwischen Realität und Phantasie.

Die Ausstellung in der Galerie Michael Sturm zeigt nach Ausstellungen im Württembergischen Kunstverein, Querungen, (HUNTING), im Kuandu Museum of Fine Arts, Taipei (PROLOG), in der Villa Merkel in Esslingen und in der Landesvertretung in Brüssel (Soul Blindness, fall into indescribable scenes) weitere, vorwiegend neu entstandene Arbeiten auf dem Weg zum fertigen Drehbuch und zum Film.

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Freitag, 14. September 2018, 19 Uhr Ausstellungsdauer: 15.09.-10.11.2018

Uno Art Space – Ute Noll
www.on-photography.com

Oben: F&D Cartier, Climax II, 2003, Fotogramm, 40,6 x 50,8 cm. Unten: Green LIGHT, 2016, Guilleminot plaques de verre, 10 x 13 x 18 cm.

Françoise & Daniel Cartier DE MEMOIRE ET D`OUBLI Historische Fotopapiere, Fotogramme und Glasnegativ-Installationen

Die Ausstellung De Mémoire et d’oubli des Schweizer Künstlerduos Françoise & Daniel Cartier zeigt ein Spektrum seines Schaffens von 2003 bis 2018. Zu sehen sind poetische Fotogramme sowie Installationen aus unfixierten historischen Fotopapieren und Glasnegativen, die sich, dem Tageslicht kameralos ausgesetzt, monochrom-bunt, intensiv und detailreich entwickeln. Am Samstag, den 22.9 um 18 Uhr enthüllt das Duo während des Artist Talks im UNO ART SPACE – Ute Noll seine neuste Wait and See – Installation, die sich zunächst zusehends verändert. Dieser Prozess hört nie auf, aller- dings wird er nach einigen Monaten oder Jahren vom Auge nicht mehr wahrgenommen. Françoise & Daniel Cartier arbeiten seit 1998 als Duo, leben in Bienne und stellen weltweit in Galerien und Museen aus.

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Samstag, 22. September 2018, 11–20 Uhr Ausstellungsdauer: 22.09.-23.11.2018

Artist Talk: Samstag, 22.09., 18 Uhr und Sonntag, 23.09., 15 Uhr Enthüllung Installation: Samstag, 22.09., 18 Uhr

Galerie Valentien
www.galerie-valentien.de

Links: Jörg Länger, Gesicht (Goldstück), 2018, Ölfarbe, Mischtechnik und Blattgold (Schlagmetall), 38 x 38 cm. Rechts: Jan Kuck, Black Gold, 2015, Nespresso­kapseln, Gießharz, 17 x 8 x 5 cm

GOLD GOLD GOLD

Jan Kuck Jörg Länger sibylle von preussen Amely Spötzl … und Einzelstücke von Antes, Archipenko, Hundertwasser

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Montag, 10. September 2018, 19:30 Uhr Ausstellungsdauer: 11.09.-20.10.2018

Lesung/Führung mit Sibylle Prinzessin von Preußen 8. Oktober, 19:30 Uhr

Galerie Z
www.galeriez.net

Frank Kunert, Unter der Brücke, 2016, Fotografie

FRANK KUNERT LIFESTYLE

Frank Kunert, 1963 in Frankfurt geboren, absolvierte nach dem Abitur von 1984 bis 1987 eine Foto- grafenlehre. Als Assistent in verschiedenen Fotostudios perfektionierte er sein Handwerk. Seit 1992 arbeitet er selbständig und entwickelte Schritt für Schritt sein eigenes, selbst gebautes „Wunder- land“, das er seit Jahren mit großem Erfolg fotografisch gekonnt in Szene setzt.

Konsequent bleib Kunert beim Analogen, vom Aufbau der Miniatur-Kulissen bis zur Ablichtung mit der Grossformatkamera. Erst auf dem Fotoabzug zeigen sich dem Betrachter täuschend echte, abgewohnte, menschenleere (Un)Orte, raffiniert arrangiert mit Kunerts aufmerksamen Beobachtun- gen. Es sind diese, oft erst beim zweiten Blick sichtbaren, hintersinnigen, skurrilen Banalitäten un- seres Alltäglichen die uns durch die Ausstellung begleiten, nachdenklich stimmen und dann gleich wieder schmunzeln lassen.

Daten zur Ausstellung: Vernissage: Samstag, 15. September 2018, 19 Uhr Ausstellungsdauer: 17.09.-28.10.2018

 

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