ART ALARM 16 * Edith Wahlandt Galerie

Katharina Hinsberg
Beate Terfloth

27.09.2015 – 21.11.2015

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Katharina Hinsberg, Ajouré, 2014, Papier, geschnitten, 15 x 10,5 cm, gerahmt, Foto: Niels Schabrod
Katharina Hinsberg, Ajouré, 2014, Papier, geschnitten, 15 x 10,5 cm, gerahmt, Foto: Niels Schabrod
Beate Terfloth, Pinselzeichnung, BT 03, Beijing 2014, Chinatusche auf Reispapier, ca. 142 x 75 cm, Foto: Beate Terfloth
Beate Terfloth, Pinselzeichnung, BT 03, Beijing 2014, Chinatusche auf Reispapier, ca. 142 x 75 cm, Foto: Beate Terfloth

Um 12 Uhr spricht: Andreas Schalhorn, Berlin.

Vom 26. September bis 21. November 2015 sind in der edith wahlandt galerie neue Arbeiten von Beate Terfloth (geb. 1958) und Katharina Hinsberg (geb. 1967) zu sehen. Im Rahmen von Einzel- und Gruppenausstellungen sowie Messebeteiligungen werden die beiden Künstlerinnen mehrfach von der edith wahlandt galerie vertreten, Beate Terfloth seit 1989 und Katharina Hinsberg seit 2004. Sie zählen zu den wichtigsten Zeichnerinnen der Gegenwart, die konsequent und mit unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen die Möglichkeiten und Grenzen des Mediums Zeichnung befragen. Die Linie wird zu einem Medium der Raumerkundung und der Transformation.

Im Mittelpunkt der Galeriepräsentation steht der Werkkomplex „Die Reise nach Osten“ von Beate Terfloth: Pinselzeichnungen, Bücher und Leporellos entstanden 2014 während eines zweimonatigen Aufenthaltes in Beijing. Auch in diesen aktuellen Werken zeichnet sich die Linie durch ihre größte Einfachheit und geistige Konzentration aus. Dass im Prozess des Zeichnens die intuitive Geste mit reflektierten Setzungen zusammengeführt wird, zeigen besonders die ausgestellten Bücher. Seite für Seite transformieren fließende, steigende und an Landschaftsformationen erinnernde Linien die Bildfläche in einen Ort, an dem Wandlung als fortlaufender Prozess von Wachsen und Verflüchtigen visuell nachvollziehbar wird, vor allem auch durch die Abfolge der transparenten Papierseiten.

Während Beate Terfloth Linien aus einem gesehenen Zusammenhang aufzeichnet und „zur konkreten Anwesenheit auf der Bildfläche führt“ (B.T.), entwickelt Katharina Hinsberg in der Werkgruppe „Ajourés“, entstanden 2014/2015, den Verlauf einer Linie, indem sie auf dem Blatt Papier ein Schnittloch neben das andere setzt. Im Fortgang des Schneidens eignet sich die Linie zunehmend den Blattraum an, verdichtet sich und endet sodann eingedreht in sich selbst. Auf ihrem Weg verändert sie ihren Verlauf – zufällig oder auch bewusst, z. B. durch Drehung des Blattes – und baut dabei ein Liniengefüge auf, das räumliche Dimensionen auslotet und grundrissartige Szenerien entdecken lässt. Der Prozesshaftigkeit ihres künstlerischen Handelns gilt das Interesse von Katharina Hinsberg. (H.L.)

Edith Wahlandt Galerie

Eröffnung:

Samstag, 26.09.2015, 11:00 Uhr


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